Spannende Management-Themen für Unternehmer:innen und Manager:innen

E-Dienstwagen – Heimladen ohne Abrechnungschaos

Veröffentlicht von:
Wolfgang Eck

#Fuhrparkmanagement #Elektromobilität #Heimladen #BetrieblicheMobilität #ThemenRadio

Die Takeaways

  • Klare Regeln schaffen Akzeptanz.
    Kostenübernahme, Erstattungsmodell und Verantwortlichkeiten sollten vor dem ersten Abrechnungslauf verständlich vereinbart sein.

  • Heimladen ist eine gemeinsame Aufgabe.
    Fuhrpark, HR und Lohnbuchhaltung müssen den Prozess zusammen gestalten; IT und Datenschutz gehören bei digitalen Lösungen früh dazu.

  • Nachweise müssen zum Alltag passen.
    Unterschiedliche Fahrzeuge, Stromtarife und private Mitnutzung der Wallbox brauchen nachvollziehbare Abläufe.

  • Automatisierung braucht einen messbaren Nutzen.
    Entscheidend sind Bearbeitungszeit, Rückfragen, Korrekturen und zuverlässige Auszahlungen – auch in Ausnahmefällen.

  • Interviewpartnerin: Nicola Büsse, CEO MOBIKO GmbH

Weitere Informationen
–> Nicola auf LinkedIn, MOBIKO auf LinkedIn
–> Weitere Informationen zum MOBIKO-Heimlademanager
–> Checkliste für die Einführung vom MOBIKO Heimlademanager in 4 Wochen

Im Interview: Nicola Büsse

Das Thema

Den E-Dienstwagen abends zu Hause anschließen und die Stromkosten unkompliziert erstattet bekommen: So wünschen es sich Beschäftigte. Im Unternehmen müssen dafür Fuhrpark, Datenschutz und Lohnbuchhaltung zusammenspielen. Welche Regeln braucht es, welche Nachweise sind erforderlich – und wo lässt sich Verwaltungsaufwand vermeiden?

Darüber spricht Wolfgang Eck mit Nicola Büsse, Mitgründerin und CEO von MOBIKO. Ihre zentrale Empfehlung: Unternehmen sollten zunächst klären, wie sie ihre Flotte elektrifizieren und welche Ladekosten sie übernehmen wollen. Daraus ergeben sich die Regeln für die Car Policy und der passende Abrechnungsprozess.

Im Gespräch erläutert Büsse den Unterschied zwischen der früheren Ladekostenpauschale und der Strompreispauschale. Sie erklärt, wie sich Ladedaten dem Dienstwagen zuordnen lassen und welche Möglichkeiten Fahrzeug-Apps und automatische Datenübertragung bieten. Auch für Fahrzeuge ohne passende Schnittstelle braucht es einen praktikablen Ablauf.

Ein weiterer Schwerpunkt: Wie gelingt die Einführung innerhalb weniger Wochen, wenn die strategischen Entscheidungen bereits getroffen sind? Dabei geht es um Zuständigkeiten, die Einbindung der Lohnabrechnung und verständliche Informationen für die Fahrer. Außerdem erfahren die Hörer, woran Unternehmen erkennen können, ob die neue Lösung tatsächlich entlastet.

Zum Abschluss erzählt Nicola Büsse, wie aus einem Projekt bei Audi Business Innovation die Idee für MOBIKO entstand – und warum sie die Veränderungen in der Mobilitätswelt besonders reizen.

Bei Interesse: Am 5. November findet ein Webinar zum Thema statt mit dem Titel
Vom Mobilitätsbudget zum Heimladen: Wie Wavestone betriebliche Mobilität in DACH auf eine Plattform bringt.
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Ein paar Tipps aus dem Podcast

  • Erst die Strategie, dann die Software: Unternehmen sollten klären, welche Ladekosten sie übernehmen und welches Erstattungsmodell gilt. Diese Regeln gehören verständlich in die Car Policy.
  • Strompreis und Strommenge auseinanderhalten: Eine Strompreispauschale ersetzt keinen Verbrauchsnachweis. Für die Abrechnung muss die dem Dienstwagen zugeordnete Lademenge nachvollziehbar sein.
  • Alle Beteiligten früh einbinden: Fuhrpark, Lohnabrechnung, Datenschutz und gegebenenfalls Betriebsrat müssen zusammenarbeiten. Verständliche Informationen für die Fahrer erleichtern die Einführung.
  • Automatisierung muss auch Ausnahmen abdecken: Nicht jedes Fahrzeug ermöglicht eine automatische Datenübertragung. Ein guter Prozess bietet Alternativen und reduziert trotzdem manuelle Arbeit, Rückfragen und Korrekturen.
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