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Was die Folierung der Flotte bringt – Interview mit Markus Schäffler

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Wolfgang Eck ist Geschäftsführer der Eckpunkte Kommunikation GmbH in Weilburg. Er betreibt von dort aus auch diese Themen-Radio Webseite.

Showcast

Inhalt der Episode

Transkript

Wolfgang Eck: Signal Reklame war bekannt, jetzt heißt das Unternehmen Signal Design. Wie kam es zu der Namensänderung?

Markus Schäffler: Wir sind 20 geworden. In dem Zusammenhang haben wir umfirmiert, weil wo ich mal überlegt habe eine Firma zu machen um 1997 darf nur noch Reklame gemacht, inzwischen hat sich das Ganze sehr weiterentwickelt. Wir machen eben inzwischen 25.000 Fahrzeuge im Jahr. Und, wenn man wie hier im Hintergrund so ein schönes Auto macht und mit einer Katze auf einem Jaguar und dann sagt das ist Reklame dann klingt das vielleicht nicht mehr ganz so zeitgemäß.

Wolfgang Eck: Wie nutzen Fuhrpark Betriebe Fahrzeugbeklebungen in welcher Form

Markus Schäffler: Inzwischen sehr vielfältig wir haben drei Geschäftsbereiche einmal ist es die ganz klassische Beschriftung mit Buchstaben vielleicht noch ein Motiv dazu das auch immer noch die Masse. Es gibt aber auch inzwischen viele Anwendungen wo man über Corporate Colors reden, wo sich die Firmen genau ihre Firmenfarbe matchen lassen.
Und dann sie bei allen Herstellern nutzen wollen, nicht alle haben ja in heterogenen Fuhrpark und dann habe ich natürlich die Möglichkeit, wenn ich mir mein eigenes giftgrün gemacht habe, das egal wo ich es kaufe, dann trotzdem einheitlich auf allen Fahrzeugen zu haben.
Als Drittes ist es die Möglichkeit mit Lackschutz zu arbeiten, weil natürlich viele Leasinggesellschaften hinterher am möglichst neuwertige Fahrzeuge haben wollen und es sich nicht immer mit unseren Straßenoberflächen deckt. Und da ist Lackschutz immer mehr ein Thema.

Wolfgang Eck: Wie liegen die Kosten im Vergleich zur Lackierung

Markus Schäffler: Es geht los bei einer einfachen Beklebung für ein ganzes Fahrzeug die bei 1800 Euro startet ohne das mal jetzt Anbauteile abbaut oder ähnliches. Dann ist das Auto von weitem grün, das ist aber genau der Anspruch fassen Fuhrparkmanager hat, das der von weiten für drei Jahre grün sein soll wie so ein Flixbus z.b. Und da ist die Qualitätsausführung gut aber nicht in jedem Detail ausgeführt so, dass sich Kosten Nutzen auch rechnet und wenn man überlegt was eine Sonderlackierung kostet. Oder aber auch wie die Wartezeit für eine Sonderfarbe bei einem Hersteller ist dann rechnet sich das sehr schnell zumal ich hinterher, wenn man auf das giftgrüner mal zurückkommt.
Vielleicht auch eine Restwertminderung in der Leasinggesellschaft eingerechnet ist, weil giftgrün jetzt nicht ganz so gut wieder verkäufliche ist wie ein schwarzes oder weißes Fahrzeug.

Wolfgang Eck: Es ist ja auch ein logistisches Thema also, wenn ein Fuhrpark mit 100 Fahrzeugen regelmäßig neue Beklebung haben will wie lösen Sie dieses Problem?

Markus Schäffler: Wir haben neun Standorte in Deutschland als einziger Anbieter in dieser Branche viele Arbeit mit Subunternehmern. Wir haben den Vorteil, dass unsere bei der Schulung und bei der Ausführung denselben Standort haben. Und auch das für den Kunden natürlich bequem ist, wenn er einen Ansprechpartner hat, der für ihn in ganz Deutschland zum selben Preis in derselben Qualität Folierungen ausführt. So spart er sich da sich natürlich Wege und Zeit und auch Geld seine eigene Arbeitszeit, wenn er einen verhandelten Einheitspreis mit uns hat, indem Rahmenabkommen, wo wir dann über Jahre egal an welchem Standort die Folierungen ausführen können.

Wolfgang Eck: Und fahren Sie auch zu den Firmen vor Ort macht es auch vor Ort?

Markus Schäffler: Meistens passiert es in den Auslieferungszentren oder beim Autohersteller arbeiten wir auch, wir sind da auch OEM gelisteten, oder aber bei den Autohäusern die uns dann den Prozess reinnehmen, sodass der Fuhrparkmanager gar nicht mitkriegt, was da im Hintergrund läuft. Die Prozesse steuern wir und der hat irgendwann sein fertiges Auto wie er es gewünscht hat

Wolfgang Eck: Was für eine Ausbildung ist so ein Folienmeister haben?

Markus Schäffler: Folienmeister ist schon gar nicht schlecht der Beruf heißt Licht und Leuchtreklame Hersteller. Und dieser Lichter und Leuchtreklamen Hersteller beinhaltet einen Folientechniker wie wir es bei uns bezeichnen das ist aber nicht der offiziell Ausbildungsberuf. Es ist halt eine kleine Nische das auch nur an 4 Berufsschulen in Deutschland ausgebildet werden.
Was spannend ist an unserem Beruf, vermutlich werden wir einer von sieben Berufen sein, die dieses Jahr wieder die Meisterpflicht bekommen. Ich hoffe es klappt, weil es spricht natürlich für die Branche dann auch hier wieder einen gewissen Qualitätsstandard zur Arbeit, weil vordergründig ist es erstmal einfach sich eine Rolle zu kaufen und bei OBI in ein Cuttermesser und dann kann ich Autos Folieren aber damit ist es bei weitem nicht getan. Nicht ohne Grund hat man früher den Meister gemacht und es ist ein Ausbildungsberuf und es gehört weitaus mehr als ein bisschen handwerkliches Geschick dazu so ein Auto schönzumachen.

Wolfgang Eck: Vielleicht zum Schluss noch mal zusammenfassend. Welche drei Gründe gibt es um Autos zu folieren.

Markus Schäffler: Ich möchte im Straßenverkehr meine Marke voranbringen. Das ist mal der hauptsächliche Grund für Firmen, dass die sagt meine Marke möchte gesehen werden. Es ist die billigste Werbefläche, die habe ich jeden Tag und muss sie nicht anmieten oder mir kaufen, sondern die ist da.
Zweite Grund ist, dass sich Mitarbeiter schon auf mit der Firma identifizieren und sagen ich bin stolz bei meiner Firma mit der giftgrünen Farbe arbeiten zu dürfen und tragt es auch nach außen.
Und als Drittes es ist ein Schutz für den Lack und damit ist es eine runde Sache und wird eigentlich von immer mehr Firmen eingesetzt.

Wolfgang Eck: Dann herzlichen Dank und weiterhin viel Erfolg.

 

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